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Augenarzt Gemeinschaftspraxis Dr.med. Joachim Fritzsche & Dr.med. Wolfgang Wichmann
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Lidoperationen

Auch Lidoperationen werden in unserer Praxis in der Regel ambulant durchgeführt.
Es handelt sich zum Teil um kosmetische Korrekturen , die als Wahlleistung anzusehen sind.

Zu den Lidoperationen gehört die Entfernung von Hautüberschüssen im Oberlidbereich (Schlupflider), sowie die Korrektur der Lidsenkung (Ptosis), außerdem werden Hautwucherungen und Tumore entfernt mit anschließender feingeweblicher Untersuchung.

Auch bei diesen Operationen ist eine genaue Voruntersuchung und Aufklärung erforderlich. Insbesondere bei kosmetischen Eingriffen gilt es die Erwartung des Patienten mit zu klären.

Lid (OP)

Lidhauterschlaffungen (Chalasis) treten altersbedingt meist sowohl am Ober- als auch am Unterlid auf. Sie können z.B. zu „Tränensäcken“ an den Unterlidern führen.

Lidfehlstellungen können auf altersbedingter Erschlaffung der Lidmuskeln, auf Vernarbungen infolge von Bindehautentzündungen, Verletzungen oder Operationen, auf einer Gesichtsnervenlähmung sowie auf angeborenen Erkrankungen (z.B. Herabhängen des Oberlids; Ptosis) beruhen. Rollt sich der Lidrand nach innen (Entropium), kann die ständige Reibung der Wimpern an Hornhaut und Bindehaut Entzündungen und Geschwüre verursachen. Rollt sich der Lidrand nach außen (Ektropium), wird der Tränenabfluß behindert und die Hornhaut kann austrocknen. Dies kann eine chronische Bindehautentzündung zur Folge haben.

Um die Beschwerden zu beheben und schweren Beeinträchtigungen des Sehvermögens vorzubeugen, raten wir zur Operation.

Was geschieht bei der Operation?

Nach örtlicher Betäubung oder in Narkose, wird der Hautschnitt in einer Lidfalte oder am Lidrand geführt (vgl. Abb.).

Lidoperationen Lidoperationen
Abb.: Möglichkeit zum Einzeichnen der Schnittführung

Bei Lidhauterschlaffungen wird ein Teil der überschüssigen Lidhaut und ggf. darunterliegendes Fettgewebe entfernt, um das Lid zu straffen.

Bei Lidfehlstellung kann es erforderlich sein, Narben, Bindegewebe und/oder Lidmuskeln zu entfernen und Gewebe zu verschieben (Verschiebeplastik). Es kann auch Gewebe von anderen Körperstellen übertragen werden.

Nach dem Eingriff werden die Wundränder fein vernäht und die Operationsregion mit einer keimtötenden Salbe behandelt.

Selten wird ein zweiter Eingriff erforderlich.

Lid (OP-Risiken)

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Nachblutungen, störende Narbenbildungen (Keloide) oder Narbenschrumpfungen sind selten. Sie können einen erneuten operativen Eingriff erfordern.

Dauerhafte Sehverschlechterung bis hin zum Verlust der Sehfähigkeit durch Blutungen in das Auge, Infektionen, Nebenwirkungen von Medikamenten sowie durch den Verschluß von zentralen Augen- und Sehnervengefäßen infolge von Injektionen sind so extrem selten, daß dazu keine Zahlen verfügbar sind.

Sehr selten verursacht die Betäubung des Lidmuskelnervs vorübergehende Kaubeschwerden. Wie bei jedem operativen Eingriff können Wundheilungsstörungen auftreten. Äußerst selten bilden sich im Operationsgebiet Blutgerinnsel (Thrombose), die verschleppt werden und ein Blutgefäß verschließen können (Embolie).

Auch vorbereitende und begleitende Maßnahmen (z.B. Augentropfen, Infusionen) sind nicht völlig frei von Risiken.

Bitte unbedingt beachten!

  • Nach dem Eingriff gegebenenfalls Bettruhe nach ärztlicher Anweisung einhalten. In den ersten Tagen körperliche Anstrengungen meiden.

  • Die verordneten Medikamente (z.B. Augentropfen, Antibiotika) nach Vorschrift anwenden.

  • Die Lider beim Waschen aussparen. Die Fäden werden nach einigen Tagen entfernt.

  • Bitte suchen Sie sofort den Augenarzt auf bei Rötung und/oder Schmerzen am operierten Auge sowie bei akuter Sehverschlechterung!

  • Soll der Eingriff ambulant erfolgen, bitte die Abholung durch eine Begleitperson und die häusliche Betreuung sicherstellen. Wir werden Ihnen mitteilen, wann Sie frühestens wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, laufende Maschinen bedienen oder Alkohol trinken dürfen.

 

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© 2009 Augenarzt Gemeinschaftspraxis Dr.med. Fritzsche und Dr.med. Wichmann